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Jeannette Fischer

Ökonomie und Alltag im Heiligen-Geist-Hospital zu Lübeck im 16. Jahrhundert

Das Lübecker Heiligen-Geist-Hospital kann auf eine über 700-jährige Geschichte zurückblicken. Einen Teil davon möchte das vorliegende Dissertationsprojekt näher beleuchten. Basierend auf der umfangreichen und vielschichtigen Rechnungsüberlieferung aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts soll zunächst der Haushalt des Hospitals erschlossen werden. Dies beinhaltet neben den unterschiedlichen regelmäßigen und unregelmäßigen Einnahmen (z. B. aus Verpachtungen und Vermietungen, Renten, Stiftungen und Schenkungen) und Ausgaben (aufgeschlüsselt auf die verschiedenen Bereiche, wie beispielsweise der Küche) auch die Rechnungs- und Haushaltsführung selber. Dabei geht es nicht nur um die Geldwerte, sondern vielmehr um die unterschiedlichen Waren und Dienstleistungen, die vom Hospital erworben bzw. in Anspruch genommen wurden, wobei der Schwerpunkt auf den Ausgaben der Küche liegen wird.

Auch sollen Verflechtungen mit dem regionalen und überregionalen Markt aufgezeigt werden. In einem weiteren Schritt soll dann u.a. mithilfe der Hausordnungen – zumindest in Ausschnitten –der Alltag sowohl der Bewohner als auch des Personals dargestellt werden.

Jeannette Fischer, geb. Jaekel, aufgewachsen u.a. in der Altstadt Lübecks, stu-dierte an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Deutsch, Geschichte und Philosophie für das Lehramt an Gymnasien. Seit Februar 2015 arbeitet sie an dem Promotionsvorhaben „Ökonomie und Alltag im Heiligen-Geist-Hospital zu Lübeck im 16. Jahrhundert“ in dessen Zuge sie u.a. den Bestand des Hospi-tals im Archiv der Hansestadt Lübeck verzeichnete.