ZKFL

Wissensvermittlung in der Hörgeräteversorgung

Wissen und Hörgeräteversorgung. Zur Versorgungsforschung am Beispiel der Hörgeräteversorgung (Arbeitstitel)

Maria Dillschnitter

Nur ein vergleichsweise geringer Teil der von Schwerhörigkeit betroffenen Personen ist derzeit mit einem entsprechenden Hilfsmittel versorgt. Bei Hörgeräteversorgung handelt es sich zudem um ein Thema, bei dem intelligente Techniken im Mittelpunkt stehen, denen gegenüber eine Vielzahl älterer Personen, die Personengruppe, die am häufigsten von Schwerhörigkeit betroffen ist, verschiedenen Studien zufolge skeptisch eingestellt ist.

Betrachtet man aktuelle techniksoziologische Forschungen, wird deutlich, dass Techniknutzung immer mit Wissensvermittlung einhergeht (vgl. Rammert 2007: 17). Diese Wissensvermittlung findet jedoch nicht nur in Arztpraxen, im Freundes- und im Familienkreis geschweige denn über Krankenkassen oder öffentliche Medien statt, sondern vor allem ganz konkret während der Hörgeräteanpassungen im Hörgerätestudio. Im Rahmen dieses Forschungsvorhabens soll der Frage nachgegangen werden, was von den Beteiligten als „relevantes“ Wissen für Hörgeräteanpassungen wahrgenommen wird, wie dieses generiert, vermittelt und verändert wird.

Mittels eines qualitativen Feldzugangs sollen diese Fragen untersucht werden, um so einen Beitrag für gesundheitssoziologische Forschungen zu leisten und eine Lücke innerhalb der Versorgungsforschung zu schließen. Sowohl die Ergebnisse als auch die erprobte Methodik dürften auch auf andere Fälle der Hilfsmittelversorgung übertragbar sein.

 

Lebenslauf:

1987 geboren in Leipzig
2005-2011 Studium der Soziologie und Psychologie in Halle (Saale)
2011 Diplom der Soziologie
2011/2012 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaften in Halle (Saale)