ZKFL


Das Zentrum

Das ZKFL ist ein Zentrum der Universität zu Lübeck in Partnerschaft mit der Hansestadt Lübeck. Mitglieder des ZKFL sind seitens der Universität das Institut für Medizingeschichte und Wissenschaftsforschung, das Institut für Multimediale und Interaktive Systeme, das Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie sowie die Professur für Bevölkerungsmedizin. Seitens der Stadt gehören zum ZKFL die Kulturstiftung LÜBECKER MUSEEN, das Archiv der Hansestadt Lübeck, die Stadtbibliothek sowie der Bereich Archäologie und Denkmalpflege der Hansestadt Lübeck. Das ZKFL wird durch die beiden Sprecher Prof. Dr. Cornelius Borck und Prof. Dr. Hans Wißkirchen geleitet.

Die Sprecher

Auf der Gründungsversammlung des ZKFL wurden am 10.2.2011 Prof. Dr. Cornelius Borck, Direktor des Instituts für Medizingeschichte und Wissenschaftsforschung, und Prof. Dr. Hans Wißkirchen, Direktor der Kulturstiftung Hansestadt Lübeck / Die Lübecker Museen, als Sprecher des ZKFL gewählt.

Die Mitglieder

Archiv der Hansestadt Lübeck

Das Archiv der Hansestadt Lübeck blickt zurück auf eine über 700jährige Geschichte. Es verwahrt die historische Überlieferung der bis 1937 selbständigen und seither in Schleswig-Holstein integrierten Hansestadt Lübeck, die als „Königin der Hanse“ während des Mittelalters und danach zu den bedeutendsten Metropolen und Handelsstädten Deutschlands gehörte. Aufgrund dieser Geschichte haben die Lübecker Archivalien sowohl große lokale als auch überregionale Bedeutung. Stellenwert und Reichhaltigkeit seiner Bestände sichern dem Archiv der Hansestadt überdurchschnittlich großen Zulauf aus der Stadt selbst, aus ganz Deutschland sowie aus dem Ausland. Unter den Archivkunden sind insbesondere viele Wissenschaftler aus den skandinavischen Ländern. Die Statistik des Lübecker Archivs weist pro Jahr rund 3.300 persönliche Benutzungen aus.

Bereich Archäologie und Denkmalpflege

Der Bereich Archäologie und Denkmalpflege der Hansestadt Lübeck ist aufgrund einer Sonderbestimmung im schleswig-holsteinischen Denkmalschutzgesetz als obere und untere Denkmalschutzbehörde für den Denkmalschutz als Fachamt auf dem Gebiet der Stadt unabhängig von den Landesämtern für Archäologie und Denkmalpflege Schleswig-Holstein zuständig. Seine Aufgaben sind der Denkmalschutz und die Denkmalpflege der bauhistorischen und archäologischen Dokumente im gesamten Stadtgebiet der Hansestadt Lübeck — einschließlich der zugehörigen Landgebiete und Travemünde — auf der Grundlage des gültigen Denkmalschutzgesetzes des Landes Schleswig-Holstein.

Bibliothek der Hansestadt Lübeck

Die ganze Welt in einem Haus: Die Bibliothek der Hansestadt Lübeck ist eine der traditionsreichsten deutschen Stadtbibliotheken mit über 390jähriger Geschichte in historisch einmaligen Räumlichkeiten. Unter einem Dach sind hier die moderne Informationsbibliothek mit großem Medienangebot für alle Bevölkerungsgruppen und die wissenschaftliche Bibliothek mit alten und besonderen Beständen vereinigt. 1,1 Mio. Bücher, Zeitschriften, CDs usw. warten auf Sie — willkommen!

Institut für Medizingeschichte und Wissenschaftsforschung der Universität zu Lübeck

Das Institut blickt 2011 auf eine 28jährige Geschichte zurück und ist heute mit eigenen Lehrveranstaltungen an nahezu allen Studiengängen der Universität zu Lübeck beteiligt. Schwerpunkte der Forschung sind Zeitgeschichte der Medizin, Ethik und Epistemologie der Human- und Biowissenschaften sowie Wissenschafts- und Technikgeschichte. Das Institut ist zugleich Redaktionssitz der Berichte zur Wissenschaftsgeschichte.

Institut für Multimediale und Interaktive Systeme der Universität zu Lübeck

Das IMIS wurde am 1. Februar 1997 als Institut der Technisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Lübeck gegründet. Die Arbeitsweise des IMIS ist stark interdisziplinär geprägt. Neben informatischen Grundlagen werden vor allem psychologische, pädagogische, soziologische, gestalterische und künstlerische Fragestellungen in Forschung, Lehre, Beratung und Entwicklung einbezogen. Die Lehre konzentriert sich auf den Bereich der Medieninformatik.

Institut für Sozialmedizin und Epidemiologie der Universität zu Lübeck

Das Institut für Sozialmedizin der Universität zu Lübeck besteht seit 1989. Es wurde als Stiftung der Deutschen Rentenversicherung Nord (DRV Nord, ehemals Landesversicherungsanstalt Schleswig-Holstein, LVA) unter ihrem damaligen Direktor Dr. Gerhard Bluhm gegründet. Beteiligt waren auch die Ärztekammer und die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein. Nach fünf Jahren wurde die Stiftung als Einrichtung der Lehre und Forschung vom Land Schleswig-Holstein übernommen und ist heute ein Institut der Medizinischen Fakultät der Universität zu Lübeck.

Kulturstiftung Hansestadt Lübeck / Die Lübecker Museen

Seit 2006 sind die Museen der Hansestadt unter der Geschäftsführung der Kulturstiftung Hansestadt Lübeck zu dem Verbund „die LÜBECKER MUSEEN“ zusammengefasst — ein Ensemble unterschiedlichster Häuser in der historischen Altstadt, die in ihrer Vielfalt und mit ihren wertvollen und zum Teil weltberühmten Kunstschätzen ganz maßgeblich die kulturelle Identität der Hansestadt bestimmen. Von der Archäologie über die Hanse bis hin zur Industriegeschichte der Stadt, von der Kunst und Kultur des Mittelalters über die Goethezeit und die Romantik bis hin zur Modernen Kunst, von den hiesigen Lebensformen längst vergangener Erdepochen bis hin zur artenreichen Tier- und Pflanzenwelt des heutigen Lübecker Raumes, und schließlich die nobelpreisgekrönte Literatur des 20. Jahrhunderts — die LÜBECKER MUSEEN spiegeln mit ihren exzellenten Sammlungen die sozialen, ökonomischen und kulturellen Werte unserer Gesellschaft wider und stellen so die Verbindung her zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Professur für Bevölkerungsmedizin der Universität zu Lübeck

Die Professur für Bevölkerungsmedizin hat Herr Prof. Heiner Raspe inne, der bis September 2010 das Institut für Sozialmedizin geleitet hat. Bevölkerungsmedizin (population medicine, community medicine) fokussiert ein Feld der Forschung, wissenschaftlichen Praxis und Politikberatung zwischen klinischer Medizin und Public Health. Während Public Health die Gesundheit einer Bevölkerung mit zumeist nicht-medizinischen Mitteln erhalten und fördern will, zielt die klinische Medizin in erster Linie auf die Früherkennung, Behandlung und Pflege von Patienten durch Ärzte, Pflegende und diverse weitere Therapeuten. Bevölkerungsmedizin denkt in klinischen Kategorien, bedient sich medizinischer Mittel und fasst dabei manifeste Gesundheitsgefährdungen und Krankheiten ganzer Bevölkerungen und Subpopulationen ins Auge. Ein aktuelles Thema der Bevölkerungsmedizin ist Versorgungsforschung.